Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

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Citát dne

Karel Havlíček Borovský
26. června r. 1850

KOMUNISMUS znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž, aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. Bez všelikých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.

 


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„Lepší je být zbytečně vyzbrojen než beze zbraní bezmocný.“

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Jan Šinágl,
předseda SODALES SOLONIS o.s.

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Schreie aus der Hoelle avers 1998Mit einer wegwerfenden Handbewegung gab T.G. Masaryk zurück: Schreie aus der Hoelle Ingomar Pust 1998 II"Seien Sie unbesorgt! ln zwanzig .lahren werden wir sie assimiliert haben, sie werden unsere Sprache sprechen und ihre Abstammung längst vergessen haben.!

***

Statspräsident Edvard Benesch: „Vertreibt die Deutschen aus ihren Häusern, Fabriken und Höfen und nehmt ihnen alles bis auf ein Taschentuch, in das sie hineinweinen könnenl!“

***

England Aussenminister Ernes Bevin charakterisierte die Auswirkungen der Postdamer Beschlüsse vom 17. Juli 1945 laut Times vom 5.November 1945 im englischem Unterhaus folgendermassen: „Wahrhaftiger Gott, das ist die Hölle des menschlichen Wahnsinns. Es war ein füchterliches Schauspiel.“

***

Winston Churchill August 1945: „Eine Tragödie ungeheuren Ausmasses spielt sich hinter dem Eiserenen Vorgang ab."

***

„...Grundvoraussetzung für die wirkliche Freundschaft unserer Völker (ist) die Wahrheit. Wie hart auch immer, soll sie doch gesagt werden.“

Václav Havel

***

Ich veröffentliche das erste Beispiel aus diesem schrecklichen Buch. Wir haben es nicht gewagt, gegen die Nazis zu kämpfen. Andererseits hatten wir in Friedenszeiten mehr als genug "Mut", um unschuldige Männer, Frauen, Kranke, ältere Menschen, Kinder, Kleinkinder, Säuglinge und Ungeborene zu foltern und zu ermorden. Es ist nicht nur die dauerhafte, nicht abnehbare Schuld der Täter, sondern auch derer, die nur untätig zuschauten. Die Hauptschuld liegt bei Präsident Edvard Beneš, dem Oberbefehlshaber der Armee. Er befahl nicht den Kampf gegen die Nazis, aber er unterstützte den „Kampf“ gegen die Wehrlosen mit seiner Rhetorik des Hasses und tolerierte untätig diese Gräueltaten. Deshalb unterstützten die Kommunisten seine Auszeichnung mit einem besonderen Gesetz: "Er hat sich für den Staat verdient" - und seiner anschließenden Zerstörung. Fürst Karel Schwarzenberg hat recht – „Edvard Beneš war ein Kriegsverbrecher!“.

Schreie aus der Hoelle Plzen US Army a mrtvy 1998… Am ,'U svatého Havla'', einem bekannten Restaurant gegenüber dem Stadtheater, hingen an der schmiedeeisernen Firmentafel die halbverkohlten Uebereste deutscher Soldaten, mit den FüBen nach oben gebunden. Einem fehlte der rechte Arm bis zum Schultergelenk, offensichtlich war er amputiert. Vor dem Haupteingang des Wilson-Bahnhofes erscholl Geschrei, ich bemerkte, daB eine blonde Frau von der Menge attackiert wurde, obwohl sie sich in akzentfreiem Tschechisch verteidígte. Im Nu war sie umringt, es wurden ihr die Kleíder vom Leib gerissen, und schon lag sie nackt und blutübeíströmt am Boden, wo sie weiter bearbeitet wurde. Da passiert ein schwerer Bierwagen die Stelle, unter Tumult werden die Rosse ausgespannt, an jedes Bein der niedergeschlagenen Frau eines angebunden und in entgegengesetzter Richtung angetrieben. Der Leib wurde auseinandergerissen, die Frau schrie grauenhaft, ehe sie starb. …

SDL D StatiBis heute sind diese Verbrechen tabu. Schreie aus der Hoelle dr. Josef Pfitzner 1998Die Täter haben überlebt oder leben immer noch ungestraft unter uns. Nach dem Krieg wurden sie Mitglieder der Kommunistischen Partei und nach 1989 wurden ihre Kinder Unternehmer. Die Kommunistische Partei blieb im Parlament und ihr Vorsitzender, Vojtěch Filip, wurde ihr erster stellvertretender Vorsitzender. Er wurde mit 75% der Stimmen anonymer Mitglieder des "demokratischen" Parlaments gewählt. Kann sich jemand vorstellen, dass die NSDAP nach dem Krieg nicht aufgelöst und im Bundestag sein würde? Das ungestrafte Böse wird niemals freiwillig verschwinden!

Die Franzosen stimmten in einem Referendum, wo es im Gegensatz zu uns Krieg gab, ihre Deutschen nicht zu vertreiben. Wie schön ist das heutige Elsass-Lothringen und wie trostlos ist das heutige Sudetenland, das einst wirtschaftlich und kulturell so blühte, einschließlich der Landschaft, die nach Jahrhunderten harter Arbeit aus dem Dschungel so gut kultiviert wurde. Wann werden wir endlich lernen zu bauen, damit zukünftige Generationen stolz auf uns sein können, anstatt zu stehlen, zerstören und rauben?!

Plebeismus und Provinzialismus bedrohen uns am meisten. T.G.Masyryk und andere bekannte  Persönlichkeiten unserer Geschichte haben bereits davor gewarnt. Wer nicht kämpft, kein Risiko eingeht, nicht bereit ist zu opfern, kann nur "kämpfen", wenn keine Gefahr besteht - umso heimtückischer und rachsüchtiger.

Nur wenn dieses Buch in tschechischer Sprache veröffentlicht wird und dieser Völkermord an der  eigenen Bevölkerung zu einem öffentlichen Thema wird, können wir uns als entwickeltes, demokratisches und kulturelles Land bezeichnen. Bisher sind wir immer noch eine östliche Provinz, die vollständig unter dem Einfluss des Erbes des Totalitarismus und unter der Kontrolle Russlands steht.

Wir sind Böhmer unterschiedlicher ethnischer Herkunft und leben seit Jahrhunderten in Bohemia. Nur 20% der Tschechen haben rein slawische Gene. T.G.Masaryk hat den Fehler gemacht die Republik nicht nach schweizerischem Vorbild zu gründen wie er das unsprunglich wollte. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass wir mit dem damaligen Potenzial des Landes in der Lage wären minimal das Gleiche erreichen, was die Schweiz erreicht hat. Das Land hat dieses Potenzial irreversibel verloren.

 

Jan Šinágl, 12.5.2021

***

PROLOG

Darüber sind sich wohl alle Kulturvölker der Erde einig: Der Mensch, das intelligenteste Wesen der Schöpfung, hat die Alleinverantwortung zu tragen für alles, was auf unserem Planeten geschieht. Freillich ausser den durch Menschenkräffe unabwendbaren Naturgewalten.

So wurde uns mit der Menschwerdung eine unbedingte kosmische Moral auferlegt, die sich im Verlauf der Menschheitsentwicklung je nach entstandenen Rassen und Stämmen zu einer mehr oder weniger erspriesslichen Kulturleistung emporschwang. Die einen stiessen, ihrem erbbiologischen Antrieb ťolgend, an die Spitze vor, die andersen blieben in geistiger Bescheidenheit d. h. in mental bedingter Mangelhaftigkeit bis heute auf dem Stand der SÍeinzeit stehen. Bei wieder anderen aber, vornehmlich in kriegerischer Gewalt gewachsenen Stämmen und Völkern blieben ín der Entwicklung unfassbarer Sadismus, unmenschliche Grausamkeit als unausrottbare Eigenschaft ein bedauerliches Charakteristikum.

Die Tschechen sind im 6. Jahrhundert n.d. Zw. im Gefolge der Awaren nach Mitteleuropa vorgestossen, ohne vorerst ein geschlossenes Volk dargestellt zu haben. Ihre genetische Vermischung mit Awaren ist heute noch am Erscheinungsbild vieler Tschechen erkennbar. Aber auch die Bestialitäten Ihrer Zwingherren konnten sie nie mehr ganz von ihnen abstreífen. Selbst als sie begonnen hatten, sich ethnisch zu entwickeln, litten sie unter dem mitbekommenen Laster der Mordbrennerei. Vor allem seit den Hussitenstürmen im 15. Jahrhundert bis in unsere Tage trugen sie offen, meist jedoch heimlich, "den Dolch im Gewande". Dabei verdanken sie alles, was sie an Kultur und Zivilisation aufzuweisen haben, allein ihrem deutschen Nachbar.

Dieses Volk pendelt seit seiner erreichten Geschlossenheit hin und her zwischen den Polen der Unterwürfigkeit und hasstriefender Anmaíssung. Mag sein, dass es mitten in den Lebensraum der Deutschen eingezwängt, in eine moralische Enge geriet, in der die niedrigen Instinkte die Oberhand gewannen. Vom unerreichbaren Schöpfergeist i hres grösseren deutschen Nachbarn geradezu gelähmt, erwuchsen in den ehrgeizigen Tschechen jene Komplexe, die dazu noch von Neid und  Missgunst aufgeladen, zu den bekannten Charakterexplosionen führten. Und diese ihre Seelenbeklemmung ist die Triebkraft íhres haltlosen Chauvinismus. Nur so ist die bedauerlichste  Eigenheit dieses Volkes, sein gelegentlicher Blutrausch, zu erklären.

Während des viele jahrhunderte langen Zusammenlebens der Deutschen mit den Tschechen in Böhmen uno Mähren hat niemals auch nur ein Deutscher einen Tschechen aus Hass oder Rache. umgebracht. Dagegen ist das, was im Nachstehenden geschiidert wird, an Bestialität und der Zahl der 241.000 Todesopfer nicht zu überbieten!

Das wäre ein fernsehreifes Thema, wenn es auch nun schon fünfzig Jahre hindurch von allen Medien der Welt gemieden wird, denn diesen unfassbaren Grässlichkeiten folgte das Jahrhundertverbrechen der totalen Vertreibung der gesamten Sudetendeutschen Volksgruppe aus ihrer vor sieben und mehr Jahrhunderten gerodeten und besiedelten Heimat. Und dieses Weltverbrechen ist einzureihen in die Ziele des alliirten Kreuzzuges für Humanität, Christentum und Menschlichkeit!

Alexander Hoyer

Zeitzeuge

***

VORWORT

Dieses Buch erhärtet die Erkenntnis, dass die Explosion des Sadismus im Maí 1945 in der Tschechei, ein bis heute einzigartiger Weltrekord im Foltermord war, dem über rund 500.000 Deutsche (241.000 Ztvíltote und 250.000 umgebrachte Soldaten) zum Opfer gefallen sind.

Sadismus gibt es in Personen und in Kulturen. Der deutsche Sozialpsychologe Erich Fromm kommt zum SchluB, dass kollektiver Saďimus oft in ťrustrierten sozialen Schichten zu finden ist,' die sich machtlos fühlen.

Die Hussiten haben ihre Gefangenen in gepechten Fässern gebraten. Jahrhunderte später haben die Tschechen des Mai 1945 deutsche Verwundete mit dem Kopf nach unten über lodernden Feuern als lebende Fackeln verbrannt.

Eine merkwürdige Duplizität.

In der Hexenzeit hat man Frauen geköpft oder verbrannt, weíl síe mit dem Teufel geschlafen haben sollen. Der immaginäre Teufel der Hexenzeit wurde in den Serienmordem unserer Zeit zur Wirklichkeit. Die Rolle der Opfer der Hexenzeit spielte im Mai 1945 in der Tschechei die schuldlose deutsche Frau.

Es ist verständlich, dass die Nachwelt mit Verbrechen nichts zu tun haben will, die sie nicht begangen hat. Aber dann darf sie nicht am blutbefleckten Raubgut der Mörder schmarotzen. Die Tschechen von heute wurden zu Hehlern eines gigantischen Raubmordes gemacht. Die Ahnen haben ihnen ein Danaergeschenk überlassen. Wer da Schuld nicht einsieht, wird sie niemals los.

Dieses Buch setzt die in der "Neuen Kronenzeitung", der grössten Oesterreichischen Tageszeitung im Frühjahr 1994 erschienene Serie ''Schreie aus der Hölle'' mit weiteren ausführlichen Berichten fort. Es soll dazu beitragen, das Loch rn der Geschichte auszufüllen, das man seit 50 Jahren so sorgfälltig zu hüten verstand.

Der Autor dankt den Mitarbeitern Alexander Hoyer, Herwíg Griehsler und Maximilian Czesany für die Mitwirkung besonders herzlich.

Ing. Ingomar Pust

***

50 000 sahen den Hinrichtungen zu.

Am Sonntag, den 13. Mai 1945 zog gegen Mittag Präsident Dr. Beneš in Prag eín. Zu seiner Ehre wurden deutsche Menschen reihenweise als lebende Fackeln angezündet.

Dies berichtet der Arzt Dr. Hans Wagner, der an diesem Tag wie durch ein Wunder noch in Freiheit war. Am 14. Mai wurde auch er verhaftet. Er erlebte folgendes:

Am Altstädter Ring ragten die berussten Trümmer des ausgebrannten Rathauses und die einiger Bürgerhäuser gegen den Himmel. Am 'U svatého Havla'', einem bekannten Restaurant gegenüber dem Ständetheater, hingen an der schmiedeeisemen Firmentafel die halbverkohlten Uebereste deutscher Soldaten, mit den Füssen nach oben gebunden. Einem fehlte der rechte Arm bis zum Schultergelenk, offensichtlich war er amputiert.

Vor dem Haupteingang des Wilson-Bahnhofes erscholl Geschrei, ich bemerkte, dass eine blonde Frau von der Menge attackiert wurde, obwohl sie sích in akzentfreiem Tschechisch verteidígte. Im Nu war sie umringt, es wurden ihr die Kleider vom Leib gerissen, und schon lag sie nackt und blutüberströmt am Boden, wo sie weiter bearbeitet wurde. Da passiert ein schwerer Bierwagen die Stelle, unter Tumult werden die Rosse ausgespannt, an jedes Bein der niedergeschlagenen Frau eines angebunden und in entgegengesetzter Richtung angetrieben. Der Leib wurde auseinandergerissen, die Frau scchrie grauenhaft, ehe sie starb.

Schreie aus der Hoelle Verzeichnis 1998An einem Sonntagnachmittag drang die Revolutionsgarde in eine Doppelzelle unserer Abteilung ein, wo 25 Jungen im Aiter von 14 bis 16 Jahren untergebracht waren. Sie stammten aus der Reichenberger Gegend und sollen Werwölfe gewesen sein. Die Jungen wurden, wie aus den Anordnungen zu entnehmen war vor unserer Tü aufgestellt und standen sich in zwei Reihen gegenüber. Sie mussten zuerst Hahnenkämpfe aufführen, dann ''Heil Hitler“ rufen und sich gegenseitig ohrfeigen. Von Männern und Zuschauerinnen wurden sie dazu angetrieben, sie halfen auch mit Gurmmiknüppeln nach. Dieses Spiel artete in Blutvergiessen aus. die Jungen mussten das Blut von den Steinfliessen auflecken. Wenn dies einer nlcht tat, wurde er geprügelt. Einige der Kinder erbrachen, und die anderen mussten das Erbrochene verzehren. Nun wurden die Delinquenten gezwungen, sich splitternackt auszuziehen, und einer nach dem anderen musste sich auf einen Tisch legen, auf dem sie so iange gegeisselt wrden, bis das Fleisch in Fetzen von den Knochen hing. Die peiniger konnten sich dabei nicht der blödesten Witze und gemeinsten Zoten enthalten. Als aIle Jungen so traktiert waren, wurden sie in den Keller geschleift, und die, welche noch ein Lebenszeichen von sich gaben, wurden den Haken an der Wand aufgeknüpft und so endgültig liquidiert.

ln meíner Zelle lag der tschechische Werkschutzmann Cink von der Auto- und Flugmotorenfabrik Walter aus Jinonitz bei Prag rnit hohern Fieber. Diagnose: Nierenerkrankung. Ernes Nachts stürtzte er im Delirium aus dem Bett und blieb bewusstlos auf dem Fussboden liegen. Als ich clie Decke von seinem Bett abzog, um ihn damit zuzudecken, warf mich der Latrinengestank aus seinem Bett fast um. Es gab fü ihn weder Urinflasche noch Nachtgeschierr, so dass er alles unter sich lless. Sterbend wurde er in das Allgemeine Krankenhaus gebracht.

An elnem schönen Septemberabend gab es auf dem Platz vor dem Pankrazer Gerichtsgebáude einen ungeheuren Tumult. Der Teil des Platzes. den ich von meinem Fenster aus verboteneweise übersehen konnte, war von Autos und Fussgängern dicht gespickt. Mütter fuhren mit Kinderwagen herbei, und Schuljugend erkletterte die Dächer der Autos. Auf einmal nicht enden wollender Applaus. Prof. Dr. Josef Pfitzner, Bürgermeister von Prag, wurde auf dem mittleren der drei hohen Galgen, die auf einem schwarzbehängten Podium aufgebaut waren, durch Strang hingerichtet.

Pfitzner folgte eine Reihe anderer Persön1ichkeiten. Das Htnrichtungsschauspiel dauerte stundenlang. 50.000 Tschechen sahen gierig zu.

Die öffentliche Hinrichtung des deutschen Prager Universitätsprofessors Dr. Josef Pfitzner am 6. September 1945 auf dem Pankraz-Platz wurde zur tschechischen Volksbelustigung.

***

NACHWORT

Menschenblut triefte vom Messer des Hasses

Als im Jahre 1919 nach dem Friedensdiktat von St Germain, demzufolge die deutschen Gebiete Böhmens, Mährens und österreichisch Schlesiens dem neugegründeten Trutz-Staat „Tschechoslowakei'' zwangsweise eingegliedert Arden, fragte ein Journalist des französischen „MATIN“ den ersten tschechischen Staatsprösidenten Thomas Garrique Masaryk, ob denn dieses gewaltsame Unterwerfung von damals 3,6 Millionen Deutschen für seinen kleinen Vielvölkerstaat nicht doch eine Ungerechtigkeit, eine politische Gewaltanwendung, eine natitionale Entmündung darstelle.

Mit einer wegwerfenden Handbewegung gab Masaryk zurück: "Seien Sie unbesorgt! ln zwanzig .lahren werden wir sie assimiliert haben, sie werden unsere Sprache sprechen und ihre Abstammung längst vergessen haben."

Nun, trotz menschenunwürdiger politischer, wirtschaftlicher und sozialer Unterdrückung haben sich die dreieinhalb Millionen in der damaligen Tschechei lebenden Deutschen (sie nannten sich Sudetendeutsche) nicht im geringsten assimiliert. Im Gegenteil! Sie haben sich infolge der unerträglichen Beschneigung ihrer primitivsten Lebensrechte im Verlaufe der zwanzig Jahre zu einem gesschlossenen Abwehrkampf zusammengefunden, der im Herbst 1938 aufgrund des Schiedspruches Englands und Frankreichs (!) vorerst die Korrektur des Unrechtsdiktates von St. Germain herbeigeführt hatte. Die Tschechen rnussten gemäss der Note Englands und Frankreichs vom 19. September 1938 die deutschen Gebiete wieder an das Deutsche Reich abtreten. Diese Auflage hatte die Prager Regierung am 21 . 9. 1938 ausdrücklich angenommen.

Das Sudetenland war frei und nach zwanzigjähriger Knechtschaft wieder deutsches Reichsgebiet. Die einzig richtige Lösung. Ein himmelschreiendes Unrecht war behoben und die Welt atmete auf, denn der tschechische Staatspräsident Dr. Eduard Benesch wollte statt dieser friedlichen Lösung den Krieg.

Der Sieg ihrer Geschichtslügen aus den Jahren 1918/19. Die ihnen die Okkupation der Sudetengebiete ermöglicht hatten, hatte in eine Niederlage gemündet. Und das konnten die von einem unbeschreiblichen Chauvinismus vergifteten Tschechen nicht verwinden. Die tschechische Volksseele kochte vor Hass und Wut und diese fand ihre Entladung erst wieder im Mai 1945 nach der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg.

Damit war für die Tschechen die Stunde der Rache gekommen. Und die Sudetendeutschen wurden ihnen in ihrern Blutrausch von den Alliierten abermals ín die Hände gespíelt. Die seit Jahrhunderten im tschechischen Volk rumorenden Minderwertigkeitskomplexe drängten sie zu einer fürchterlichen Entladung.

Die in diesem vorliegenden Buche erwähnten Ungeheuerlichkeiten sind nur ein Bruchteil der damaligen Geschehnisse. Deutscher Fleiss und deutscher Geist hatten aus Böhmen und Mähren durch jahrhundertelanges, unermüdliches Schaffen ein wirtschaftliches und kulturelles Juwel geschaffen. Den Tschechen ein zweites Mal in die Hände gespielt, machten es zu einem Blutacker. Wie nun, wird sich dieser in der Europäischen Gemeinschaft ausnehmen?

Die Schreie aus der HöIle blieben darmals und bleiben heute noch von der Welt ungehört. Sogar von den bisherrgen Bundespräsidenten und den Bundeskanzlern der Bundesrepublik Deutschland sowie Oesterreichs blieben sie bisher ungehört. Wie wird es sich anhören, wenn dereinst tschechische EU- Funktionäre auf die Erfüllung der fü sie immer noch als Evangelien geltenden Benesch-Dekrete drängen und Mitteleuropa von den Deutschen zu säubern sein Word, gemäss dem Aufruf des angebeteten ehemaligen Statspräsidenten Benesch: „Vertreibt die Deutschen aus ihren Häusern, Fabriken und Höfen und nehmt ihnen alles bis auf ein Taschentuch, in das sie hineinweinen könnenl!“

von Alexander Hoyer

***

Prag im Mai 1945: Die Furien der Hölle, hier waren sie losgelassen

Výkřiky z pekla zůstaly nevyslyšeny…

Lasst Šinágl schreiben

P.S.

… Konrad Henlein erarbeitete ein Acht-Punkte-Programm, das er am 24. April 1938 in Karlsbad vorstellte. Er forderte im Namen der Sudetendeutschen Partei u. a. die volle Gleichberechtigung der deutschen Minderheit als Volksgruppe, die Feststellung und Anerkennung eines deutschen Siedlungsgebiets innerhalb der Tschechoslowakei, den Aufbau einer deutschen Selbstverwaltung mit ausschließlich deutschen Beamten, die Wiedergutmachung der ab 1918 erlittenen wirtschaftlichen Schäden der deutschsprachigen Bewohner und endlich die „volle Freiheit des Bekenntnisses zum deutschen Volkstum und zur deutschen Weltanschauung“.

Der Zerfall der Tschechoslowakei musste also nicht stattfinden. Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Sudetendeutsche Partei im Jahr 1935 die Parlamentswahlen gewonnen hat. Dieses Acht-Punkte-Programm ist in der Schweiz grundsätzlich vollständig umgesetzt und bewährt worden. Die Sudetendeutschen würden nach dem Krieg sicherlich nicht für die Kommunistische Partei stimmen. J.Š.

 

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