Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

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„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


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Jan Šinágl,
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… Nach ihrer „Sudetendeutschen Bestandsaufnahme 2003“ am Vorabend der Aufnahme der Tschechischen Republik (aber auch der anderen Vertreiberstaaten wie Polens, der Slowakei und Sloweniens) ohne Aufhebung ihrer unmenschlichen Vertreibungsdekrete fragen die beiden Giessener Theologieprofessoren Adolf Hampel und Rudolf Grulich in einer Europäischen Bestandsaufnahme nach der Moral der Tschechischen Republik. Anlass sind die Übernahme des EU-Vorsitzes durch die Tschechische Republik und vollmundige Äußerungen ihres Präsidenten Václav Klaus zum Vertrag von Lissabon. …

Europäische Bestandsaufnahme 2008

Die Professoren Hampel und Grulich fragen nach Moral der Tschechischen Republik.

Nach ihrer „Sudetendeutschen Bestandsaufnahme 2003“ am Vorabend der Aufnahme der Tschechischen Republik (aber auch der anderen Vertreiberstaaten wie Polens, der Slowakei und Sloweniens) ohne Aufhebung ihrer unmenschlichen Vertreibungsdekrete fragen die beiden Giessener Theologieprofessoren Adolf Hampel und Rudolf Grulich in einer Europäischen Bestandsaufnahme nach der Moral der Tschechischen Republik. Anlass sind die Übernahme des EU-Vorsitzes durch die Tschechische Republik und vollmundige Äußerungen ihres Präsidenten Václav Klaus zum Vertrag von Lissabon.

Die beiden Kirchenhistoriker fragen sich, ob Europa wirklich eine Wertegemeinschaft sein kann, wenn ein Mitgliedsstaat weiterhin menschenverachtende, weil rassistische Gesetze als unaufgebbare Rechtsgrundlage betrachtet. Sie prangern das Schweigen der Politiker zu diesem Skandal an, denn mit Recht verlange man von der Türkei die Distanzierung vom Völkermord an den Armeniern. Im Falle der Beneš-Dekrete schweige man aber.

Wir bringen den vollständigen Text der Erklärung.

Europäische Bestandsaufnahme 2008:

Der moralische Zustand der Tschechischen Republik

Nach Aussagen von Präsident Václav Klaus stellt die Annahme des Vertrages von Lissabon die Tschechische Republik vor die Frage, „ob sie ein souveräner demokratischer Rechtsstaat und ein voll berechtigtes Mitglied der internationalen Gemeinschaft bleiben wolle …“.

Diese Aussage eines Präsidenten, der am 1. Januar 2009 der Europäischen Union vorstehen wird, wirft für Europäer, für die die EU eine Wertegemeinschaft darstellen soll, die Frage auf, ob ein Staat, der durch einstimmigen Beschluss seines Parlamentes und durch Erklärungen seiner Regierungen und seines derzeitigen Präsidenten daran festhält,

- dass die Entrechtung, die Enteignung und Vertreibung von Millionen alteingesessener deutscher und ungarischer Mitbürger rechtens, legitim und richtig war (Beneš-Dekrete)

- dass die Tötung von Zehntausenden unschuldiger Mitbürger straffrei zu bleiben habe (Straffreistellungsgesetz vom 8. Mai 1946) überhaupt ein Rechtsstaat ist.

Kein anderer Staat Mitteleuropas hat einen so hohen Prozentsatz seiner Bevölkerung vertrieben wie die Tschechoslowakei.

Kein anderer Staat Mitteleuropas ist so glimpflich durch den 2. Weltkrieg gekommen wie die Tschechoslowakei.

Während andere Staaten ihre von Hitler und Stalin vertriebenen ehemaligen Mitbürger zur Rückkehr in die Heimat ihrer Eltern einladen, weigert sich die Tschechische Republik weiterhin, mit ihren Vertriebenen auch nur zu sprechen. Es wäre zurecht ein Skandal gewesen, wenn die Bundesregierung den Vertretern der Zwangsarbeiter kein Gehör geschenkt hätte.

Die Regierung der Ukraine hat die Rückkehr der von Stalin vertriebenen Krimtataren gefördert.

Die baltischen Staaten begrüßen das Engagement der Baltendeutschen im wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben ihrer Länder.

Ungarn hat die Vertreibung der Deutschen als Verbrechen bezeichnet.

Die Tschechische Republik aber hält krampfhaft die Reflexion über die dunklen Seiten ihrer Geschichte unter dem Teppich. Die Unkenntnis der Geschichte und über die nationalen Verhältnisse Ostmitteleuropas auf Seiten der meisten westlichen Politiker kommt ihr dabei sehr zustatten. Schon bei der Staatsgründung 1918 konnte Tomáš Masaryk nur deshalb so erfolgreich agieren, weil die westlichen Politiker sich nicht die Mühe machen wollten, die tatsächlichen Verhältnisse zu erfahren.

In Prag sollen die Verbrechen der Nationalsozialisten zwischen 1938 und 1945 und die der Kommunisten von 1948 bis 1989 dokumentiert und aufgearbeitet werden. Die massenhaften Verbrechen der angeblich demokratischen Tschechoslowakei nach Kriegsende werden dabei nicht nur ausgeklammert, sondern sogar gerechtfertigt. Einem Nachkriegsverbrecher wie Beneš werden Denkmäler gesetzt und nach ihm Straßen und Plätze benannt.

Nicht ohne Grund hat das kürzlich erschienene Buch von Tomáš K r y s t l í k „Zamlčené dějiny“ (Verschwiegene Geschichte) bei vielen Tschechen eine Empörung ausgelöst, weil der Autor sich nicht an die Regeln der tschechischen political correctness hält, sondern einfach die Wahrheit ans Licht bringt. Seit dem Erscheinen des Buches erhält er Drohbriefe und Morddrohungen.

Wenn sich während des tschechischen EU-Vorsitzes auf der Welt weiterhin wie in Darfur und vielleicht sogar andere Vertreibungen ereignen werden, mit welcher Autorität wird dann ein tschechischer Ratsvorsitzender im Namen der Wertegemeinschaft der Europäischen Union diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilen können, wenn er vor kurzem erst wieder die Vertreibung der Sudetendeutschen gerechtfertigt hat? Ein Staat, der menschenverachtende, weil rassistische Dekrete, die Verbrechen rechtfertigen, zur „unaufgebbaren Rechtsgrundlage“ macht, ist eine unzumutbare moralische Belastung für die EU.

Es ist kein unentrinnbares Schicksal eines Staates, im Geflecht der dunklen Punkte seiner Geschichte verstrickt zu bleiben. Deutschland, das sich mit noch schwereren Verbrechen seiner Vergangenheit zu konfrontieren hatte, konnte erfahren, dass Wahrheit und Sühne frei machen.

Leider hat die deutsche Öffentlichkeit völlig verlernt, den Opfern des eigenen Volkes die gebührende Beachtung und Ehrfurcht zu schenken. Ein ausgesprochen feindliches Desinteresse herrscht gegenüber den Wortmeldungen der Vertriebenen. In der Welle der akademisch behandelten Erinnerungskultur an den Universitäten kamen zwar Erinnerungen an „mein erstes Haustier“, „meine erste Liebe“, „mein erstes Buch“ und andere Themen ausgiebig zu Wort. Erinnerungen der Vertriebenen aber galten als nicht diskutierwürdig.

Ein überwiegender Teil der SPD einschließlich ihrer Präsidentschaftskandidatin, Gesine Schwan, hat sich leidenschaftlich gegen ein Zentrum gegen Vertreibungen gewandt. Professoren der Politikwissenschaften zeigen sich überrascht, wenn wir ihnen berichten, dass wir Sudetendeutschen ab Mai 1945 ein weit sichtbares Zeichen unserer Volkszugehörigkeit, ein großes N (Němec = Deutscher) auf unserer Kleidung zu tragen hatten, dass wir mit diesem N versehene Lebensmittelkarten hatten, dass wir vogelfrei waren und dass wir in Viehwaggons mit 20 kg Gepäck pro Person abtransportiert wurden. Diese Behandlung der Sudetendeutschen war auch nach dem Krieg ein Verbrechen.

Dass sie auch heute von einem Mitgliedstaat der EU als legitim und richtig bezeichnet wird, ist schlicht ein Skandal. Dass die Bundesregierung dazu schweigt, ist ein Verrat an einer großen Zahl ihrer Bürger. Nur auf diesem Hintergrund des Schweigens unserer Regierung und Europas können tschechische Präsidenten vollmundig ihren Staat als einen Rechtsstaat bezeichnen.

Im Falle der Türkei verlangt die EU mit Recht eine Verurteilung des Völkermordes an den Armeniern. Verschiedene Länder Europas haben dieses 1915 verübte Unrecht der damaligen Osmanischen Regierung angeprangert. Das Unrecht der Vertreibung von 15 Millionen Deutscher und den Tod von über zwei Millionen im Rahmen der Vertreibung wird aber weiterhin vier EU-Staaten unter dem Schweigen Europas gerechtfertigt.

Adolf Hampel, Rudolf Grulich

http://www.cs-magazin.com/index.php?a=a2009012023

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