Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

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OS Praha 6: kauza JUDr. Zdenka Altnera

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Citát dne

„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


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„Lepší je být zbytečně vyzbrojen než beze zbraní bezmocný.“

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Jan Šinágl,
předseda SODALES SOLONIS o.s.

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Sinagl_EJ„Dobrý den“ und Grüss Gott an alle, die es vielleicht interessiert…

In den letzten Jahren habe ich als engagierter Bürger und unabhängiger Publizist einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt – siehe meine Webseite mit Lebenslauf (seit Mai 2010 fast 3 ½ Millionen Besucher). Aufgrund meiner Prägung sowohl durch tschechische als auch schweizerische Staatsbürgerschaft, betrachte ich die Entwicklung unseres Landes kritisch aus zwei Perspektiven. Für mich ist es eine Lebensaufgabe geworden, dem Land zu dienen und etwas daraus zu machen. So leite ich als Präsident die Bürgervereinigung SODALES SOLONIS o.s., die sich aktiv für die Erneuerung der Demokratie einsetzt, vor allem im Bereich des Justiz- und Polizeiwesens. Daran arbeite ich seit 10 Jahren fast täglich, ohne Urlaub und nur mit eigenen Mitteln.

Die sudetendeutsche Problematik, die zwangläufig Teil meiner Tätigkeit wurde, ist mir erst vor 6 Jahren richtig bewusst geworden ist. Auch ich war, wie die meisten Tschechen, dem Irrtum unterlegen, dass die Sudetendeutschen insgesamt böse Nazis und Faschisten waren. Die 65-jährige kommunistische und postkommunistische Propaganda hatte in meinem Unterbewusstsein tiefe Spuren hinterlassen. Als ich die Wahrheit über unsere jüngste Geschichte erfuhr, war ich schockiert und es entwickelte sich bei mir das Bedürfnis, selbst aktiv zur Aufklärung beizutragen. Unsere Bürgervereinigung Sudetendeutsche Landsmannschaft in Böhmen, Mähren und Schlesien, in der ich Vorstandsmitglied bin, hat sich vorgenommen, sich mit ganzer Kraft für dieses Thema einzusetzen, sobald der Rechtsstreit bezüglich ihrer Registrierung mit dem tschechischen Innenministerium erfolgreich überstanden ist. Bedauerlicherweise ist das Prager SDL-Büro, unter der Leitung von Herrn Peter Barton, nicht zu einer Zusammenarbeit bereit. Dabei gäbe es genug zu tun. Es ist zu vermuten, dass die Angst vor übereilten Aktionen und feste Vorgaben der Grund sind. Das allein zeigt, wie unnatürlich und gezwungen das deutsch-tschechische Verhältnis noch ist. Nach 66 Jahren müsste man doch das, was passiert ist, offen ansprechen und aufklären dürfen. Wir sind jedenfalls bereit, mit allen zusammenarbeiten, die an einer wahrheitsgemäßen Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte interessiert sind. Wir meinen, dass man auf der Basis von Lüge und Verleumdung keine sichere Zukunft aufbauen kann.

In Leserbriefen werde ich zunehmend gefragt, für welches „Lager“ ich eigentlich arbeite. Innerhalb der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Deutschland gibt es verschiedene Gesinnungsgruppen mit unterschiedlichen Ansätzen. Manche sehen den Schwerpunkt in der christlichen Versöhnungsarbeit, manche knüpfen an ein früheres sozialdemokratisches Erbe an, manche setzen juristische Akzente. Eines haben alle gemeinsam, sie versuchen im deutsch-tschechischen Verhältnis einen Weg zu finden, mit dem krassen Missverhältnis zwischen Recht und Unrecht fertig zu werden. Im Laufe meiner Tätigkeit habe ich erfahren, dass sich die unterschiedlichen Gesinnungsgruppen gegenseitig mit Vorurteilen belasten. Denen, die die Versöhnung auf den Gedanken des Vaterunsers ausrichten (…“vergibt uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern …“), wird oft entgegengehalten „Ich muss nicht um Vergebung bitten, ich habe nichts Unrechtes getan, ich war doch damals ein Kind“. Die, die auf Durchsetzung der Eigentumsansprüche pochen, stehen unter besonderer Observation des Verfassungsschutzes, weil in Deutschland ein Vertriebener, der etwas zurückfordert, als Rechter gilt.

Ich habe Verständnis für viele Argumente. Meine Unabhängigkeit als Publizist, auf die ich großen Wert lege, schließt von ihrem Selbstverständnis den Anschluss an nur eine bestimmte Gruppierung aus. Bei einer partiellen Zusammenarbeit ist für mich entscheidend, was der einzelne unternimmt gegen das Verschweigen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die von unserem Staat nach 1945 verübt wurden, deren Offenlegung so schwer ist. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Deutschland, deren Arbeit ich zu schätze und die viel für ihre Mitglieder getan hat, stößt dann an ihre Grenze, wenn sie das offene unverkrampfte Gespräch mit unseren Staatsoberhäuptern sucht. Für sie bleibt fast nur der Weg der Diplomatie auf dem schmalen Pfad der Political Correctness und ein gelegentlicher Besuch der Orte der NS-Massaker mit beziehungswilliger Geste. Es war sogar zu hören, dass bei der letzten sudetendeutschen Besucherdelegation die ausgewählten Begleiter teilweise nicht einmal mehr böhmische Wurzeln hatten.

Dem Staat kommen solche Begegnungen ohne Angriffsfläche entgegen, weil die Eigentumsproblematik nicht erörtert werden muss – rein wirtschaftlich betrachtet durchaus angenehm. Mehr kann die Sudetendeutsche Landmannschaft nicht tun. Forderndes Auftreten würde ihr in der europäischen Welt als Verharmlosung der Nazizeit angelastet. Ebenso haben deutsche Politiker nur die Möglichkeit, demütig und reuevoll aufzutreten. Es haben sich bestimmte Mechanismen etabliert, die erfolgreich verhindern, dass wir über den Kern der Sache, nämlich über die durch die Vertreibung angerichteten Schäden sprechen können.

Die „Nazikeule“, wie der Widerhall der Okkupationszeit von vielen verbitterten Sudetendeutschen genannt wird, hat in ganz Europa ihre Wirkung entfaltet. Das hat im Grunde auch für unser Land fatale Auswirkungen. Wenn sich unsere Gesellschaft diese Argumentation zu Eigen macht, nimmt sie sich selbst die Möglichkeit, ein öffentliches Unrechtsbewusstsein und die Fähigkeit zu einer demutsvollen Haltung zu entwickeln, was aber für ein gesundes Nachbarschaftsverhältnis innerhalb Europas wichtig wäre. Unter Benesch wurde unseren ehemaligen deutschen Mitbürgern in wenigen Stunden alles, was sie besaßen weggenommen und eine Selbstverteidigung durch grausame Ermordungen verhindert und gesetzlich abgesegnet – durch den Lissabon-Vertrag sogar europaweit.

Mein Anliegen ist es, diesen Mechanismus auszuhebeln, weil ich der festen Überzeugung bin, dass zu einer echten Aussöhnung ein gesellschaftlich anerkanntes Unrechtsbewusstsein gehört. Wer einen Schaden angerichtet hat, muss für den Schaden geradestehen. Staatlich gelenktes Selbstmitleid ist sehr hinderlich. Es ist keine echte Versöhnung, wenn Gespräche nur unter der Prämisse des Verzichtes auf Schadensersatz stattfinden dürfen. Zur Zeit wird nicht einmal über eine symbolische Geste zur Wiedergutmachung nachgedacht. Die staatlichen Vorgaben zu diesem Thema formen auch den Charakter unserer Bürger. Das liegt ganz auf der Linie des moralischen Verfalls unserer Gesellschaft.

Unzählige Experten treffen sich seit zwanzig Jahren auf Kosten der Steuerzahler in irgendwelchen Kommissionen, am liebsten unter Ausschluss der Betroffenen. Der deutsch-tschechische Versöhnungsfond finanziert oftmals nur einen angenehmen Ferienaufenthalt. Tschechische Historiker, die in Deutschland viel Geld mit netten Worten verdient haben, schwenkten kurz vor dem Lissabon-Vertrag ins tschechische Lager um und verdienen jetzt in Tschechien viel Geld und nehmen tschechische Auszeichnungen entgegen. Das Vertreibungsthema dient vielen Berufsanfängern als Sprungbrett für ihre berufliche Karriere. Unzählige Bücher wurden und werden geschrieben. Aber die wirklich brisanten werden nicht unters Volk gebracht. Veranstaltungen um das Thema „Erinnerungskultur“ boomen. Wenn es aber um nahe liegende Aktionen, z.B. die Übersetzung von Texten der Zeitzeugen geht, die die Schäden der Vertreibung beziffern, werden die öffentlichen Gelder zurückgehalten. Klar, das oberste Gebot lautet: Keine Mehrbeschäftigung für die Gerichte und keine Restitutionszahlung an die Vertriebenen.

Daher muss man sich nicht wundern, dass die überwiegende Mehrheit immer noch die Auffassung vertritt, dass das an den Sudetendeutschen verübte Unrecht wegen einer Kollektivschuld mit einer Kollektivstrafe ausgeglichen werden durfte. Ich bin mir bewusst, dass ich von den verschiedenen Gruppierungen nur eingeschränkt Unterstützung erwarten kann, eben weil die „Nazikeule“ auf sie wartet. Aber ich freue mich über jeden, der meine Arbeit unterstützt. Gott sei Dank, kommen jeden Tag Neue hinzu. Ich denke es ist wichtig, dass alle, die diese Ungerechtigkeit nicht hinnehmen wollen, ihre Kräfte vereinen, damit wir uns bald an den böhmischen Schnittstellen neu begegnen können.

Unsere Vorfahren hatten über viele Jahrhunderte eine gemeinsame Heimat, die sie liebten, in der sie friedlich und in gegenseitigem Respekt zusammen lebten und arbeiteten. An dieses Vermächtnis sollten wir anknüpfen und nie unsere Bemühungen um Gerechtigkeit und Wahrheit aufgeben, so wie sie es getan haben, bevor die Weltverhältnisse alles kaputt gemacht haben. Das ist unsere Pflicht, wenn wir uns nicht vor uns selbst schämen wollen.

Die nicht leichte Arbeit für das Entstehen eines öffentlichen Unrechtsbewusstsein ist für mich eine Ehrensache, genauso wie meine fast zehnjährige Arbeit als engagierter Bürger und Publizist gegen das kommunistische Erbe, das zu einem großen Werteverfall geführt hat. Erst wenn sich hier ein gesellschaftliches Umdenken entwickelt und sich die politische Lage in der Tschechischen Republik zum Positiven verändert, können wir mehr erwarten. In diesem Sinne will ich voller optimistischer Hoffnung sein.

 

Jan Šinágl

in Žebrák, am 29. November 2011

Lebenslauf: Jan Šinágl

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„Wenn wir die richtige Strategie wählen, behalten wir den Überblick über die Werte, die ein einzelnes Jahr überdauern und uns zum Ziel führen.“

Franz Kafka

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