Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

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„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


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Jan Šinágl,
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Znojmo znakPreisträgerkonzert des 10. Harmonia-Classica-Kompositionswettbewerbs Znojmo stati

Ein Falsum des 12. Jahrhunderts erwähnt das Bestehen einer Burg Znaim seit 1046, im Jahre 1054 wird vom ersten Znaimer Fürsten Konrad berichtet, unter dem die Burg zu einer bedeutenden Grenzfestung der Przemysliden ausgebaut wurde. Die unterhalb der Burg entstandene Siedlung erhob König Ottokar I. am 19.9.1226 zur königlichen Stadt. Weitere Privilegien begünstigten in der Folgezeit ein rasches Aufblühen, in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde die Burg ausgebaut und die Stadt stark befestigt, Niklas von Edelspitz erbaute 1445 bis 1448 das Wahrzeichen Znaims, den hohen spätgotischen Rathausturm.

Freilich erlitt die Stadt auch wiederholt Rückschläge: im Verlauf von Streitigkeiten zwischen böhmischen und mährischen Przemysliden, zwischen Babenbergern und Habsburgern wurde Znaim besetzt und erobert, dann auch 1645 von den Schweden, 1742 von den Preußen, 1805/09 von den Franzosen und 1945 von den Russen. Im Jahre 1710 kauften die Grafen Deblin die damals recht ruinöse Burg und erbauten in einem Teil ihrer Mauern das barocke Schloss, das 1865 die Stadt erwarb. Das älteste erhaltene Stadtsiegel, 55 mm Ø, hängt an einer Urkunde vom 15.9.1310. Innerhalb der Unzialumschrift +SIGILLVM. CIVIVM.DE.ZNOYMA findet sich freistehend der gekrönte und geschachte mährische Adler. Seine Gestaltung lässt vermuten, dass er aus einem älteren, nicht bekannten Stadtsiegel, auf dem er im Schild erschien, kopiert wurde, und es wäre denkbar, dass dieses ein Schildsiegel war - wie bei Olmütz, das den gleichen Adler führte. Das möglicherweise sogar schon 1305, sicher jedoch noch auf Urkunden vom 2.2.1324 und vom 3.8.1328 angewendete Siegel zählt Vojtíšek zu jenen, die vor 1250 entstanden sein dürften (29f., 223, 244, Taf. VI/1; Znaky 367, Taf. 49). Unveränderte Siegelgröße, Umschrift und Adlergestaltung zeigt ein weiterer Siegelabdruck von 1340 (Liška & Mucha 227, Taf. 40), doch ist hier der Adler von je drei übereinander angeordneten Lilien (Vojtíšek spricht von „Blättchen“) beseitet (GNM Siegelsammlung, Kopien T33/3373). Dieses Siegels bediente sich die Stadt bis 1580. Offensichtlich handelt es sich bei diesem Siegel aber nicht um eine Kopie oder um eine Neuschöpfung des für 1310, 1324 und 1328 nachgewiesenen, oben beschriebenen, sondern um das älteste Siegel selbst, in das zwischen 1328 und 1340 nachträglich sechs Lilien eingeschnitten wurden; das Messingtypar blieb erhalten. Was die Ergänzung der Lilien veranlasst haben mag, ist nicht bekannt; allerdings heiratete im Mai 1329 der spätere Kaiser Karl IV., damaliger Markgraf von Mähren, Blanche von Valois, die als französische Prinzessin in Blau goldene Lilien führte. Karl, der öfters in Znaim weilte, könnte Blanches Morgengabe mit Znaim gesichert haben (Zelenka-SZ vom 16.10.1981 vermutete, da er das Siegel von 1340 nicht kannte, eine Beziehung zum Wappen von Maria Prinzessin von Ungarn, Gemahlin von Kaiser Sigismund, die neben der ungarischen Teilung ebenfalls Anjou-Lilien führte).

Dass die Lilien tatsächlich Bestandteil des Wappens waren, zeigen zwei Buchmalereien im Znaimer Rechtsbuch des Stadtschreibers Stephan von Wischau aus dem Jahre 1525: das dort abgebildete Wappen zeigt in Blau den gold-rot geschachten Adler, beseitet von je drei goldenen Lilien (Abb. Znaky Taf. 20). Die gold-rote Schachung geht auf die Verbesserung des mährischen Landeswappens durch Kaiser Friedrich III. vom 7.12.1462 zurück.

Im Landeswappen wurde sie zugunsten der ursprünglichen silber-roten Schachung zwar später wieder aufgegeben und erst im 19. Jahrhundert wieder eingeführt, im Stadtwappen blieb man jedoch überwiegend bei der goldroten Schachung, insbesondere seitdem Ferdinand II. in der Urkunde vom 26.6.1628 das Wappenprivileg im Sinne der Urkunde Kaiser Friedrichs von 1462 erneuert und bestätigt hatte. Die vorgenannten Darstellungen im Znaimer Rechtsbuch von 1525 und die gleichzeitigen Siegel widerlegen aber noch eine andere, immer wieder auftauchende Behauptung: seit der Regierungszeit König Georgs von Podiebrad (1458 - 1471) habe der Adler den blauen Brustschild mit der Initiale >Z< erhalten, während gleichzeitig die Lilien weggelassen worden wären. Richtig ist, dass erstmals ein Secret, 17 mm Ø, von 1580 den Adler mit dem Brustschild zeigt und ebenso das von 1625 bekannte +SIGILLVM CIVIVM+ZNOYMENSIVM, 25 mm Ø (Znaky 368). Letzteres wurde Vorbild für das bis heute geführte Znaimer Stadtwappen, obwohl im 18. Jahrhundert neben dem geschachten Adler auch ein ungeschachter mit Brustschild auftaucht - so z. B. auf dem SIGILLVM MED.REG:CIVITAT.ZNOYMO von 1754 (Liška & Mucha Siegel-Taf. 40), auf dem SIGILLVM ... CIVIT AT ZNOYMAE, 31mm Ø, von 1787 (Znaky Taf. 49) und auf dem K.ST.ZNAIMER.LANDGÜTER, 34mm Ø. Die gold-rote Schachung des Adlers blieb auch nach 1918, obzwar damals Bestrebungen begannen, die silber-rote Schachung des mährischen Adlers auch im Stadtwappen einzuführen.

Seit 1945 herrscht Unschlüssigkeit: gebraucht wird sowohl ein silber-rot als auch ein gold-rot geschachter Adler im blauen Feld, der Brustschild zeigt unverändert die goldene Initiale >Z<. Außer den erwähnten Siegeln sind noch folgende Secrete bekannt: +ECR.·.CIUIV.·., 30mm Ø, vom 21.7.1337 (Vojtíšek 30; Znaky 367, Taf.49, ohne Lilien), +SECRET.CIVIVM.ZNOYME, 33mm Ø, vom 7.9. (Znaky w.v. 7.11.) 1390; aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts (Vojtíšek, vielleicht älter) ist das Typar +SECRET.VM CIVIVM.ZNOYMENSIVM* erhalten, 35 mm Ø, das von 1600 überliefert (?, Liška & Mucha w. v., EN in Ligatur) und wohl identisch mit dem Siegel vom 8.9.1401 ist (Vojtíšek und Znaky 368, desgl. Datum, abweichende Umschrift), mit Lilien; ein Kontrastsiegel, 8 mm Ø, mit nur einem Adler (Vojtíšek). Vom 1.5.1413 stammt das älteste Znaimer Siegel in rotem Wachs (Vojtíšek 190).

Quelle: Sudetendeutsches Wappenlexikon, Aleš Zelenka, 1985, Verlag Passavia Passau

 

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Österreich

Wien, am 16. Mai 2017

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