Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

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„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


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Jan Šinágl,
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Cisar Maxmilian… Es war eine Tragik fur Mexiko, dass die US-Amerikaner und Freimaurer-Kreise aus Washington den katholischen Kaiser sturzten, nachdem die USA schon 1835 und Cisar Maxmilian poprava1848 die mexikanischen Gebiete von Texas, Kalifornien, New Mexiko und Arizona gewaltsam annektiert hatten und die Reformen des Kaisers in Mexiko hintertrieben. …

* * *

Als 1864 Erzherzog Maximilian, der Bruder von Kaiser Franz Joseph, als Kaiser nach Mexiko ging, hatte er hochfahrende Plane fur die Entwicklung diesel Landes. Dafur warb er auch Fachleute in seiner Heimat und so kamen 1865 zahlreiche Osterreicher in das Land.

Einige waren mit ihm auf dem Schiff nach Vera Cruz gekommen, wie sein Partner Wilhelm Knechtel, der ihm den Park beim Schloss Miramare angelegt hatte. Schon vor drei Jahren hatte 2014 Professor Rudolf Grulich auf den Jahrestag der Annahme der Kaiserkrone von Mexiko durch Maximilian hingewiesen und tat dies auch in diesem Jahr bei der Studienfahrt nach Istrien und Friaul, als er mit Teilnehmern der Leserreise der Sudetendeutschen Zeitung auch das Schloss Miramare besuchte. Da Maximilian das Wohl Mexikos am Herzen lag, rief er Handwerker und andere Fachleute auf, nach Mexiko zu kommen, auch Soldaten. Am 19. Juni diesel Jahres jahrte sich der 150. Todestag des Kaisers, gegen den die US-Amerikaner den Rebellen und Freimaurer Benito Juarez massiv unterstutzt hatten.

Im osterreichischen Freikorps, das 1864 einen General, 222 Offiziere und 6369 Mann an Freiwilligen zahlte und denen 1865 noch 1200 weitere Freiwillige folgten, waren unter den Vertretern aller Gebiete der Donaumonarchie viele Soldaten aus Bohmen, Mahren und Schlesien, wie Grulich ausfuhrte. Mancher fiel fern der Heimat im Kampf fur Kaiser Maximilian, so Oskar Graf Auersperg aus Prag, der als Leutnant ins Korps eingetreten war und bei Tlapacovan todlich verwundet wurde. In jener Schlacht fiel auch Albert Radl aus Keig in Bohmen. Beim Uberfall auf Bagdad (Matamoros) starb der Kadett-Oberjager Ignaz Seuchter aus Deutsch-Bubau. Andere erlitten in diesen Kampfen schwere Verwundungen wie z. B. Eugen Hammer aus Deutsch-Gabel, der als Hauptmann beim Ausfall aus Mexiko-Stadt schwer verwundet zusammenbrach. Ein ahnliches Schicksal erlitten Anton Hartmann von Harfenthal aus Koniggratz im Gefecht bei Huahuaxtla und der Brunner Graf Herbertstein bei Tesiutalan, andere gerieten in republikanische Gefangenschaft wie Ernst Malburg aus Smirnitz (Bohmen), der als Major eines Husarenregiments bei Queretaro gefangen wurde. Alle aber trugen sie hohe mexikanische Auszeichnungen, Orden und Medaillen wegen ihres Einsatzes fur den Kaiser.

Auser den bereits genannten Gefallenen und Verwundeten, erhielten unter anderem das Ritterkreuz des Guadelupe-Ordens der Korps-Adjutant Benda aus Chlumetz, der Olmutzer Husarenrittmeister Artur Dolezel (der auch das Offizierskreuz dieses Ordens trug), Ulanenrittmeister Ernst Graf Funfkirchen aus Morawetz in Mahren, Oberleutnant Mathias Graf aus Kozlersdorf und Wenzel Miese Edler von Zeileisen aus Eule in Bohmen.

Der Leibarzt des Kaisers, der bis zuletzt bei ihm blieb, Hauptmann und Oberarzt Dr. Samuel Basch, war ein Prager Jude. Er war spater Badearzt in Marienbad, wo heute ein Denkmal von ihm steht.

Die meisten dieser Freiwilligen kehrten in die Heimat zuruck, als Maximilians Sache durch Verrat und durch die Gegnerschaft Washingtons verloren war und der Kaiser am 19. Juni 1867 um 7.00 Uhr morgens neben seinen Generalen Mejia und Miramon unter den sechs Schussen des Hinrichtungskommandos zusammenbrach.

Es war eine Tragik fur Mexiko, dass die US-Amerikaner und Freimaurer-Kreise aus Washington den katholischen Kaiser sturzten, nachdem die USA schon 1835 und 1848 die mexikanischen Gebiete von Texas, Kalifornien, New Mexiko und Arizona gewaltsam annektiert hatten und die Reformen des Kaisers in Mexiko hintertrieben.

Unter den Heimkehrern war auch der k. u. k. Leib- und Feldapotheker Carl Lerch aus Leitmeritz, der nach Steiner Ruckkehr „k. u. k. Medicamentenofficial 1. Klasse und Apotheker im Garnisonsspital Nr. 10 in Innsbruck“ wurde. Die Erinnerungsstucke seines Mexikoabenteuers – Sabel, mexikanische Munzen, Briefe und Dokumente – sind noch im Eigentum der Familie Lerch in der Innsbrucker Mozartstrase 115. Hubert Gundolf hat diesen Wahlinnsbrucker 1972 in sein Buch „Tiroler in aller Welt“ aufgenommen. Aufgrund Steiner bohmischen Heimat ist Lerch aber kaum gewurdigt worden.

Das geschah dankenswerterweise fur einen anderen Nordbohmen, Wilhelm Knechtel, der als Gartner bereits im Schloss Miramare fur Erzherzog Maximilian gearbeitet hatte und dem Kaiser nach Mexiko folgte. Sein Grosneffe, Erhard F. Knechtel, hat uns eine Lebensbeschreibung dieses Mannes geboten, dessen Parkanlagen noch heute die Besucher in Miramare, Mexiko,  Lokrum und Bukarest begeistern. Das Buch tragt den Titel: „Wilhelm Knechtel. Von Nordbohmen uber Mexiko nach Rumanien: Vom Gartnerlehrling zum koniglichen Gartendirektor in Bukarest.“ Reich illustriert schildert Knechtel das Leben seines Grosonkels und bringt dazu einen Anhang aus dem Nachlass Wilhelm Knechtels. Es gelingt Erhard Knechtel, weltgeschichtliche Bezuge einzuflechten, auch im weiteren Lebensgang seines Grosonkels. „Von Miramare nach Veracruz“ hat der Gartenbaumeister seine handschriftlichen Aufzeichnungen uber Mexiko uberschrieben, denn als Erzherzog Maximilian die mexikanische Kaiserkrone annimmt, geht auch Knechtel bereitwillig mit ihm auf der Fregatte „Novara“ nach Mexiko. Hier gestaltete Knechtek nicht nur den Park beim Schloss Chapultepec, sondern bleibt auch ein Vertrauter des Kaisers bis zu dessen Tode unter den Schussen des Hinrichtungskommandos. Nach dem Ende Maximilians kehrt Knechtel nach Europa zuruck und wird Gartner und Aufseher auf der Insel Lacroma bei Ragusa, heute den Touristen als Insel Lokrum bei Dubrovnik bekannt. 1869 beginnt seine Tatigkeit in Rumanien als Schlossgartner und spater als koniglicher Gartendirektor in Bukarest bis zu seinem Tode 1924.

Nicht nur die Sudetendeutschen, sondern alle an Geschichte interessierten Deutschen mussen Erhard Knechtek dankbar sein, uns das Leben seines Grosonkels in diesem Buch so fundiert dargestellt zu haben.

Angelika Steinhauer

* * *

Sudetenpost 8/2017

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