Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

Strojový překlad

Kalendář událostí

čt srp 13 @08:30 -
OS Trutnov Pavel Wonka

Nejnovější komentáře

  • 15.07.2020 14:51
    Rozbouřené moře hněvu nad nepotrestanými komunistickými ...

    Read more...

     
  • 14.07.2020 11:59
    Právo a spravedlnost - demokratický řád lidských práv a svobod ...

    Read more...

     
  • 12.07.2020 09:16
    Můžeme mluvit o pravdě či o pravdách jak dlouho chceme. Děláme ...

    Read more...

     
  • 10.07.2020 09:30
    Je to stále stejné. Komunistická strana jde svým směrem svými ...

    Read more...

     
  • 08.07.2020 12:13
    Je to stále stejný nezpůsob jednání komunistů, vůči jinými ...

    Read more...

     
  • 07.07.2020 22:32
    Někteří naši poslanci nesnáší svobodu projevu. Skončí jako ...

    Read more...


Portál sinagl.cz byl vybrán do projektu WebArchiv

logo2
Ctění čtenáři, rádi bychom vám oznámili, že váš oblíbený portál byl vyhodnocen jako kvalitní zdroj informací a stránky byly zařazeny Národní knihovnou ČR do archivu webových stránek v rámci projektu WebArchiv.

Citát dne

„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


SVOBODA  NENÍ  ZADARMO

„Lepší je být zbytečně vyzbrojen než beze zbraní bezmocný.“

Díky za dosavadní finanční podporu mé činnosti.

Po založení SODALES SOLONIS o.s., uvítáme podporu na číslo konta:
Raiffeisen Bank - 68689/5500
IBAN CZ 6555 0000000000000 68689
SWIFT: RZBCCZPP
Jan Šinágl,
předseda SODALES SOLONIS o.s.

Login Form

Offermann Carl„Seine feierliche Erklärung wurde dann in der Mährischen Zeitung zitiert. Frei nacherzählt, sagte er: Es sei eine unermessliche Ehre für ihn gewesen, die Last der Baukosten für die Kulturstätte tragen zu dürfen, die der Ausbildung und Erbauung des gesamten mährischen Volkes dienen werde.“ 

* * *

Das mährische Brno / Brünn hat eine aufregende industrielle Vergangenheit. Denn über 150 Jahre lang boomte hier die Textilindustrie und ließ ein ganzes Stadtviertel emporwachsen. Mehr nun im zweiten Teil unseres historischen Spaziergangs durch das frühere „mährische Manchester“ mit der Schriftstellerin Kateřina Tučková.

An der Wende vom 18.zum 19. Jahrhundert setzt im südmährischen Brünn ein Boom des Textilgewerbes ein. Am Stadtrand schießen Manufakturen wie Pilze aus dem Boden. Im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelt sich die Stadt zu einem Standort für die Textilbranche von europäischem Format und darüber hinaus. Schmal, Schoeller, Redlich, Strakosch, Löw-Beer, Teuber, Stiassni, Offermann und andere Unternehmerfamilien sind daran beteiligt. Kateřina Tučková über die neue aufstrebende Machtelite: 

„In erster Linie sahen sie sich als Bürger von Österreich-Ungarn, und ihre Muttersprache war Deutsch. Doch darüber hinaus, wie nicht zuletzt auch aus ihrer Korrespondenz hervorgeht, fühlten sie sich als eingefleischte Brünner. Einen Teil ihres Gewinns, den sie als Großunternehmer erzielten, verwendeten sie daher zur Förderung unterschiedlicher Projekte im öffentlichen Raum.“ 

Eine bedeutende Rolle spielt der von Brünner Unternehmern gegründete Mährische Gewerbeverein. Zu der Zeit steht bereits die zweite beziehungsweise dritte Generation der Familie Offermann in den führenden Positionen ihrer Textilfabriken. Um das Jahr 1815 übernimmt Carl Offermann nach dem Erreichen der Volljährigkeit die Leitung der Firma, die sich bald zum größten Brünner Unternehmen der Branche entwickelt. 

„Carl Offermann hat sich um die Kultivierung der Grünanlagen in der Stadt verdient gemacht. In den 1840er Jahren ließ er den ‚Augarten‘, übrigens der älteste Stadtpark in den Böhmischen Ländern, zu einem englischen Park umgestalten. Heute ist er unter dem tschechischen Namen Lužánky bekannt. Ungefähr zur selben Zeit ließ Offermann den Petrov-Hügel mit Bäumen bepflanzen. Im dem so entstandenen Park (benannt nach Kaiser Franz I., heute Denisovy sady, Anm. d. Red.), erinnert seit 1818 ein Obelisk an Napoleons Niederlage bei Waterloo von 1815. Unter den Offermanns der nachfolgenden Unternehmergeneration waren auch Förderer des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens“, so Tučková. 

Großzügiger Mäzen

Zu den großzügigsten Mäzenen gehört Theodor Offermann. Auf seine Initiative hin wird 1869 in seiner Heimatstadt der öffentliche Personennahverkehr eingeführt. Brünn wird damit erst die fünfte Metropole in Europa mit solch einer Errungenschaft. Es ist zunächst eine Pferdestraßenbahn, die den heutigen Mährischen Platz (Moravské náměstí) mit der damals noch selbständigen Gemeinde Königsfeld / Královo Pole verbindet. Aus Theodor Offermanns Mitteln entsteht auch das neue Mährische Gewerbemuseum: 

„Es war in der Tat Theodor Offermann, der 90 Prozent der Kosten für den Bau des Mährischen Gewerbemuseums im Neo-Renaissancestil bezahlte. Bei der Eröffnung 1883 fiel ihm die Aufgabe zu, das Band durchzuschneiden. Seine feierliche Erklärung wurde dann in der Mährischen Zeitung zitiert. Frei nacherzählt, sagte er: Es sei eine unermessliche Ehre für ihn gewesen, die Last der Baukosten für die Kulturstätte tragen zu dürfen, die der Ausbildung und Erbauung des gesamten mährischen Volkes dienen werde.“ 

Verlorengegangenes Erbe

Die Brünner Textilfabriken aus dem 19. Jahrhundert wurden von mehreren Unternehmergenerationen der jeweiligen Familien bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts weitergeführt. Heute bestehen aber nur noch wenige von ihnen. Noch in der Zwischenkriegszeit gab es in der Stadt knapp 40 große Textilunternehmen, die mit ihren Produkten selbst den britischen Firmen Konkurrenz machten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden schrittweise alle Privatfirmen verstaatlicht. Durch den Zusammenschluss etlicher Fabriken in und außerhalb von Brünn entstanden mehrere sozialistische Großunternehmen. Eines hieß „Mosilana“ und umfasste rund drei Dutzend ehemalige Privatfirmen. Nach der politischen Wende von 1989 in der Tschechoslowakei und der Öffnung des heimischen Marktes geriet die Textilproduktion in der Stadt zunehmend unter den Druck ausländischer Konkurrenz. Letztlich kam der Zusammenbruch. Zurück blieben leere Fabriken ohne Maschinen. Der Großteil von ihnen ist mittlerweile abgerissen worden. Beim Spaziergang durch ihre Heimatstadt stellt die Schriftstellerin Kateřina Tučková vor einem stummen Zeugen der Geschichte mit Bedauern fest: 

„Das hier ist eines der letzten Gebäude einer früheren Textilfabrik in Brünn, das man noch retten könnte. Es musste mehrmals wegen Insolvenz verkauft werden, befindet sich aber immer noch in Privathänden. Sein Schicksal bleibt somit unsicher. Nach und nach verschwinden also die letzten Spuren des einstigen Ruhms als ‚mährisches Manchester‘ aus dieser Stadt.“ 

Für Tučková ist das ein Beispiel dafür, dass es hierzulande nicht immer gelingt, historische Industriebauten für neue Projekte zu nutzen. 

Der ganze Artikel:

https://www.radio.cz/de/rubrik/geschichte/maehrisches-manchester-die-unternehmerdynastie-offermann

* * *

P.S.

Eine weitere Demonstration der Monstrosität des kommunistischen Systems, die die Fähigen und ihre Geschäfte zerstörte, um die Regierung der Unfähigen und Allmächtigen zu befähigen. Bis heute konnten wir dieses kriminelle Erbe nicht bewältigen. Wie viele tschechische Offermann´s  kennen Sie? J.Š.

SDL CZ vyhnani 1945

 

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 5.00 (1 Vote)
Share

Komentovat články mohou pouze registrovaní uživatelé; prosím, zaregistrujte se (v levém sloupci zcela dole)