Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

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Citát dne

Karel Havlíček Borovský
26. června r. 1850

KOMUNISMUS znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž, aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. Bez všelikých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.

 


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Jan Šinágl,
předseda SODALES SOLONIS o.s.

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Pritomnost politika 17.1.2024Es gibt nichts Peinlicheres, als eine Arbeit, die niemand braucht, mit offenem Visier auszuführen - Mangel an geistigem Schutz ist keine neue Sache. Das alles ist so natürlich, wie dass die einen Blätter welken und die anderen anfangen zu grünen - Aber heute stehen die Gegensätze viel schärfer gegeneinander als in normalen Zeiten, und die allgemeine innere Unsicherheit ist größer. Die jüngste Entwicklung ist so schnell verlaufen, dass das Alte keine Zeit zum Sterben hatte, und es steht hier in voller Kraft gegen das Neue.

Noch nie haben Menschen mit alten Seelen so sehr in der neuen Zeit gestanden wie heute. Unter dem Einfluß einer unruhigen und turbulenten Atmosphäre lassen sich Altes und Neues leicht ins Extreme verkehren. Im Zwischenraum zwischen dem Alten und dem Neuen dreht sich das Karussell der Ideen und Rezepte rasant, und die politischen Schaufenster sind schön beleuchtet. Noch nie gab es das Geschrei so vieler Propheten und noch nie gab es so viele falsche Propheten. Gewohnheiten sind zerrissen und bieten keinen sicheren Halt mehr: Die Tradition, aus der man früher sein ganzes geistiges Gewand genäht hat, reicht heute kaum noch für eine Krawatte. Alles ist in Bewegung und unsicher.

Walther Rethenau sagte im ersten Jahr nach dem Umsturz: "Unser Planet rattert, man hört es bis zum Neptun. Jeder Erwachsene macht Projekte."

Das heißt, eine totale Weltkrise, die nur in den Ländern gemildert wird, in denen die Traditionen recht widerstandsfähig sind. Darüber hinaus haben wir in der Tschechischen Republik eine intimere innere Krise. Sie besteht vor allem darin, dass unsere politischen Parteien, engstirniger als anderswo, eine souveräne Rolle in der Welt des Denkens spielen wollen, dem Menschen nicht erlauben wollen, das zu essen, was sie noch nicht im Mund hatten, und das Denken nach ihrem Partei-Utilitarismus schneiden. Sie kennen nichts Höheres und Wertvolleres als das Wachstum und den Erhalt der Partei. Sie arbeiten daran, nicht nur die Religion, sondern auch das Denken zu einer Privatangelegenheit zu machen. Da sie nicht nach der Wahrheit, sondern nach der Macht streben, können sie keine Zentren wirklicher Denkarbeit werden. Wo immer sie eindringen - und wo sie nicht eindringen wollen.

Denn die Parteien wollen erstens Macht, zweitens Macht und drittens Macht

Dementsprechend beurteilen sie ihre Leute, und an die Spitze kommen Personen, die nicht klug, aber geschickt sind oder die Geld beschaffen können. Wenn ein Mann, der eine Art von Wert in der Welt der Kultur darstellt, in die Partei kommt, trägt die Partei ihn nur ostentativ als einen Ring an ihrer Hand: aber er hat nicht mehr Einfluss auf sie als ein Ring, und der Abschied von ihm ist weit weniger schmerzhaft als von Männern der geschickten Art.

Wir glauben nicht, dass die politischen Parteien anderswo unschuldiger sind. Aber sie bieten ein gutes Stück mehr Freiheit des Denkens. Wir sprechen auch nicht von der alten Freiheit und Offenheit der Diskussion, wie sie in englischen Parteien gepflegt wird.

Wir bedauern, sagen zu müssen, dass selbst die Kommunistische Partei, dieser wortgewaltige Experte in Sachen Diktatur und Knebelung, ihre Angelegenheiten mit weit größerer Direktheit erörtert. Wir haben zum Beispiel noch nie erlebt, dass das "České slovo" so offen mit Minister Stříbrný spricht wie die "Prawda" von Petrograd mit Trotzki.

Zweitens würde dieser Charakter unserer politischen Parteien nicht so sehr ins Gewicht fallen, wenn nicht, wie es unter den jungen Verhältnissen verständlich ist, unsere Parteien das gesamte öffentliche Leben monopolisiert und die Mehrheit des Volkes vereinnahmt hätten und wenn der natürliche Individualismus unter dem Einfluss der alten Traditionen bei uns so widerstandsfähig wäre wie bei den Angelsachsen. Aber unsere schöpferische Intelligenz hat sich auf politische Parteien aufgeteilt und uniformiert sich sehr leicht in ihnen. Die Demokratie soll eine Debatte sein. Aber wo eine wirkliche Diskussion beginnt, schickt der Führer einen Disziplinarausschuss oder bittet irgendeinen Redakteur der Abendzeitung, die Köpfe der Debattanten zu korrigieren...

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