Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

Strojový překlad

Nejnovější komentáře

  • 14.10.2018 15:44
    Poslední komentář na těchto webových stránkách je ze dne ...

    Read more...

     
  • 13.09.2018 23:18
    Situace v Diplomatickém servisu byla zhodnocena komplexním ...

    Read more...

     
  • 24.08.2018 12:01
    Tento případ boje politických stran proti nepohodlnému vysokému ...

    Read more...

     
  • 24.08.2018 11:58
    Ke článku KDYŽ SE V PRAZE NĚKDO PŘÍLIŠ DOTKNE REŽIMU BENEŠ ...

    Read more...

     
  • 18.08.2018 07:31
    Pane Mikolášku, bohužel odkaz není funkční? Prosím o zaslání ...

    Read more...

     
  • 18.08.2018 07:16
    Vážený pane Pánku, první zpráva, potomci JAB o tom moc neví.

    Read more...


Portál sinagl.cz byl vybrán do projektu WebArchiv

logo2
Ctění čtenáři, rádi bychom vám oznámili, že váš oblíbený portál byl vyhodnocen jako kvalitní zdroj informací a stránky byly zařazeny Národní knihovnou ČR do archivu webových stránek v rámci projektu WebArchiv.

Citát dne

„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


SVOBODA  NENÍ  ZADARMO

„Lepší je být zbytečně vyzbrojen než beze zbraní bezmocný.“

Díky za dosavadní finanční podporu mé činnosti.

Po založení SODALES SOLONIS o.s., uvítáme podporu na číslo konta:
Raiffeisen Bank - 68689/5500
IBAN CZ 6555 0000000000000 68689
SWIFT: RZBCCZPP
Jan Šinágl,
předseda SODALES SOLONIS o.s.

Login Form

Tabor Cerovsky mapa 250318Wir waren mehr als Tausend fünfhundert Betroffenen, die aus dem tschechoslowakischen Heer nach dem 21. August im Jahre 1968 entlassen worden sind. Einige behaupten wir waren sogar Vierzehntausend. Die Tabor Cerovsky 250318Massnahme der Persekution hieß mit dem Decknamen "NORBERT" und hier ist die Rede von 11.000 betroffenen Personen.

Alle diese Zahlen variieren, weil das Verteidigungsministerium niemals offiziell die Anzahl der Betroffenen veröffentlicht hatte.

Nach dem zuverlässigen Bericht des, heute schon toten Obersten, Dr. Bejček, waren betroffen:

2246 - Soldaten wurden teilweise bzw. ganz degradiert. Sie verloren ihre Militärränge und ihre Auszeichnungen.

921 - Soldaten wurden von den militärischen, bzw. zivilen Gerichten verurteilt.

643 - Soldaten wurden die Auszeichnungen aberkannt.

73 - Soldaten wurden die Opfer der Aktion "NORBERT", wobei sie in die Massnahme N-2P eingeordnet waren - d.h. des Landes verwiesen, auch ich gehörte dazu.

9072 - Soldaten der Reserve wurden definiert als "N" (d.h. "Nicht politisch zuverlässig").

24243 - Offiziere und Generäle, sowie 3882 Fähnriche wurden aus der aktiven Reserve ausgeschlossen.

Jede Massnahme hat auch ihre Ursache. Die Ursache war die Okkupation der Tschechoslowakei im August 1968. Dabei möchte ich hinzufügen, dass die Besetzungsobjekte der Okkupanten nicht die Theater, Kaffeehäuser, Hotels oder Schulen waren, sondern ausnahmslos militärische Einrichtungen, Soldatenunterkünfte, Kasernen, Flughäfen und Kommandostützpunkte.

Es ist notwendig zu betonen, dass die Oberbefehlshaber über die Vorbereitung der Okkupation im Bilde waren, aber nichts unternahmen. Diese Verhaltensweise könnte man als "Vaterlandsverrat" definieren. Die Strafe dafür ist die Todesstrafe. Aber in dieser Richtung geschah nichts.

Im Gegenteil, diejenigen, die sich gegen die Okkupation gestellt hatten, wurden rigoros verurteilt und die Anderen hatten sich am Schicksal der Verurteilten ihre Karrieren aufgebaut.

Warum spreche ich jetzt darüber im Abstand von 50 Jahren? Ich spreche darüber, weil bis zum jetzigen Tage sich keiner für die daraus folgenden Erniedrigungen entschuldigt hatte und die Rehabilitationen, die bis jetzt geleistet worden sind, auf keinen Fall die damaligen Opfer befriedigen können.

Anders geschah es bei den Nutzniessern der Okkupation. Die Mitglieder des Politischen Generalstabs bakamen nach dem Umsturz 1990 jeder 450.000,- Kronen (damals ca. 18.000,- Euro, heute umgerechnet etwa 50.000,- Euro). Man muß sich bloss fragen wofür? Sie waren doch die Befürworter der damaligen Politik der Kommunistischen Partei und alle waren ausnahmslos befürworter der Okkupation.

Sie bekamen diese Gelder als finanzielen Abstand, nachdem der kommunistische Politische Generstab im Jahre 1990 aufgelöst wurde. Einige Mitglieder des Politischen Generalstabes haben sich so zusagen "requalifiziert" und konnten in der Armee auch weiterhin bleiben.

Nun, gestatten Sie mit bitte, eine Anmerkung zu der Vorbereitung und Durchführung der Invasion von 1968. Die Entscheidung zur Durchführung derOkkupation fiel schon im April 1968 und die politischen Gespräche darüber, waren nur notwendige Formalitäten. Man hat unsere Politiker belogen und sie wiederum haben uns belogen.

Falls wir uns die damalige militärische Stärke und die strategische Platzierung der Gegner anschauen, stellen wir eindeutig fest, dass wir keine geringste Chancen hatten, einen sinnvollen Widerstand zu leisten. Die militärische Führung unseres Heeres hatte auch an keinen Widerstand gedacht. Mit so einer Eventuallität hat keiner gerechnet.

Die Invasion trug den Decknamen "Dunaj" (auf Deutsch "Donau") und stand unter dem Kommando des Stellvertreters des sowjetischen Marschalls Gretschko, namens Generaloberst Pawlowski, der sie von Polen aus regierte.

Die Okkupation war durchgeführt aus 10 Richtungen durch drei Armeegruppierungen des sowjetischen Heeres mit der Beteiligung der Einheiten aus Polen, DDR, Ungarn und Bulgarien. Am ersten Tage der Invasion waren im Einsatz insgesamt 200.000 Soldaten, 5.000 Panzer, 250 Transportflugzeuge AN-12, AN-4 und 200 Jäger MiG 19, Mig 21 und Jak-28.

Das Ziel des Agressors war, sämtliche militärische Einrichtungen unter Kontrolle zu bringen und damit jedwede Verteidigung des Landes zu paralisieren.

Von 1990 bis 2018 haben den Posten des Verteidigungsministers insgesamt 17 Personen bekleidet, d.h. Alle 1,7 Jahr ein neuer Verteidigungsminister. Es handelte sich vorwiegend um Personen, die von dem Militärischen keine leiseste Ahnung hatten, mit Ausnahme des Generals Vacek, der schon während der kommunistischen Totalität als hoher Offizier treu gedient hatte. Unter solchen Umständen kam es oft zu absurden Entscheidungen, sodass darüber sogar die Weltpresse schrieb.

In solcher Atmosphäre wäre es illusorisch eine vernünftige Entscheidung bezüglich der Entschädigungen für die persekutierten Armeeangehörigen zu schaffen. Wir alle, die sich weigerten, die Zustimmung für die Okkupation zu äußern, wurden zur sog. "Verfügung" gestellt, bzw. delegiert zu der sog. "Kaderreserve" mit halbierten Lohn und letzten Endes als unerwünschte Personen aus der Armee entlassen.

Ein Bürger, mit so einer politischen Belastung, konnte auf keinen Fall eine vernünftige Arbeitsstelle finden. Jeder Betrieb hatte Angst ihn einzustellen. Es blieben nur miderwertige Beschäftigungschancen mit sehr niedrigen Löhnen.

Heute sind wir alle schon mehr als 80 jahre alt. Tausende von uns leben nicht mehr un die hinterbliebenen Witwen blieben mit geringen Altersrenten übrig. Hunderte von uns sind schwer krank und, weil die Kommunistische Partei sie damals zu Hilfsarbeitern degradierte, beziehen sie nun nur Almosen.

Wir sind die Mitglieder des "Soldatenvereins der Rehabilitierten des Tschechischen Heeres" (Vojenský spolek rehabilitovaných Armády České republiky). Momentan sind wir die übrigen 1500 Mitglieder, aber kaum eine Woche geht vorüber ohne das jemand von uns sich von dieser Welt verabschiedet.

Wir leben, die sich gegen den sowjetischen Bolschewismus heldenhafterweise gestellt hatten, von Einnahmen, die tief unter dem Durchschnittslohn liegen.

Schon des öfteren haben wir Versprechungen sowie auch Ablehnungen registrieren müssen. Keiner von uns wurde für seinen Widerstand ausgezeichnet oder sogar befördert. Keiner von den Verteidigungsministern sowie Staatspräsidenten hat uns zur Konsultation herangezogen. Aber wie man sagt, die Hoffnung stirbt zu letzt.

Wenn wir damals die Zustimmung für die Okkupation unterschrieben hätten, gäbe es heute keine Probleme. Wir hätten uns alle die grausamen Folgen, Erniedrigungen, Horrorszenarien und Folterungen ersparen können.

Jedoch, wo wäre die humanitäre Moral, der menschliche gute Charakter und das Recht sowie die Gerechtigkeit geblieben? Das alles sind Fakten, mit denen wir leben müssen und sie werden auch mit uns offensichtlich ins Grab getragen.

 

Ing. Zbyněk Čeřovský, Oberstleutnant a.D., Tábor, 25.3.2018

* * *

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht."

 

Václav Havel

 

J.Š.12.5.2018

* * *

Jan Urban: Feiern der Tschechoslowakei? Wir haben die Deutschen vertrieben, die Diktatur akzeptiert und die Slowakei losgeworden

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Share

Komentovat články mohou pouze registrovaní uživatelé; prosím, zaregistrujte se (v levém sloupci zcela dole)