Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

Strojový překlad

Nejnovější komentáře

  • 22.04.2019 19:19
    Pane Šinágle, těch 875 napadených kostelů ve Francii (někde se ...

    Read more...

     
  • 11.04.2019 16:45
    Vážený pane Šinágl, souhlasím s Vámi, ale pro můj věk 78 let ...

    Read more...

     
  • 09.04.2019 21:23
    Kdyby byl Nikulin vrácen do Ruska, jak Rusko požadovalo ...

    Read more...

     
  • 09.04.2019 18:46
    Žijeme v divné době, ve které si neustále stěžujeme a ...

    Read more...

     
  • 02.04.2019 10:35
    Dobrý den pane Šinágle, napsal jsem "vězení" a tak mě napadlo ...

    Read more...

     
  • 25.03.2019 14:07
    Někdy se chováme jako Rusové. Co už jsme jednou zabavili ...

    Read more...


Portál sinagl.cz byl vybrán do projektu WebArchiv

logo2
Ctění čtenáři, rádi bychom vám oznámili, že váš oblíbený portál byl vyhodnocen jako kvalitní zdroj informací a stránky byly zařazeny Národní knihovnou ČR do archivu webových stránek v rámci projektu WebArchiv.

Citát dne

„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


SVOBODA  NENÍ  ZADARMO

„Lepší je být zbytečně vyzbrojen než beze zbraní bezmocný.“

Díky za dosavadní finanční podporu mé činnosti.

Po založení SODALES SOLONIS o.s., uvítáme podporu na číslo konta:
Raiffeisen Bank - 68689/5500
IBAN CZ 6555 0000000000000 68689
SWIFT: RZBCCZPP
Jan Šinágl,
předseda SODALES SOLONIS o.s.

Login Form

Kadan 1919Die Kommission „hat das Recht angewandt, ohne Grundangabe die Herausgabe dieser Briefmarke nicht zu empfehlen.“Kadan 2019

Zur hundertjährigen Wiederkehr des 4. März 1919 wollte die Heimatgruppe BOHEMIA Troppau bei der tschechischen Post eine Gedenkmarke auflegen lassen. Wie es Ihnen dabei ergangen ist, schildert Richard Neugebauer wie folgt:

Das Jahr 2018 war in Tschechien im Zeichen der großzügigen Feier. Hundertjähriges Jubiläum der Gründung der Tschechoslowakei brachte eine regelrechte patriotische Welle. Für objektive Urteile und andere Meinung gab es keinen Platz.

Der Umbruch vom 28. Oktober 1918 war jedoch nur ein Anfang einer komplizierten Phase und die endete erst mit dem Friedensvertrag mit Österreich von Saint-Germain-en-Laye am 10. September 1919. Inmitten dieses Zeitraumes liegen die Märzgefallenen vom 4. März 1919. Es fand bzw. findet ein Erinnerungsakt der SLÖ in Wien am 2. März 2019 und der SL in München am 10. März 2019 statt, weiters eine Ausstellung im Kaadener Museum und es gab schon eine Ausstellung in Leitmeritz. Sonst habe ich bei unseren zahlreichen Institutionen und Vereinen nichts gefunden. Wir in der BOHEMIA Troppau haben also beschlossen, eine eigene Briefmarke zu diesem Jubiläum zu bestellen.

Die Tschechische Post ist ein staatliches Unternehmen. Sie bietet die Möglichkeit, gegen Entgelt „private Briefmarke“ herauszugeben. Die Briefmarke muss bestimmten technischen Anforderungen entsprechen und das Ausgabejahr beinhalten. Die Mindestanzahl der Briefmarken ist 15.000 Stück und der Gesamtpreis mit dem Entwurf wäre etwa 16.000 Euro. Unsere Idee war, dass unsere Vereine die Briefmarken mit einer kleinen Ermäßigung kaufen, 2-3 Jahre anwenden und mit jedem frankierten Brief helfen, die Erinnerung zu erhalten.    

Ein tschechischer Zeichenlehrer aus Trautenau hat den Entwurf erstellt. Er hat als Motiv zwei diagonale Hände fürs nicht gelungene Zusammenkommen vorgeschlagen, die versuchen, sich zu berühren. Links waren die Farben der deutschen Freiheit von 1848 – schwarz-rot-gold, rechts die Farben des traurigen Endes rot-schwarz-rot. Als Alternative wurde noch das Datum „4.März 1919“ oder die römische Jahreszahl „MDCCCCIX“ und 56 Kreuze im Hintergrund ausgearbeitet. Das Ziel, alles möglichst versöhnlich darzustellen.  

Nachdem ich die Entwürfe geschickt habe, wurde ich von der zuständigen Referentin der Post in der Zentrale in Prag empfangen. Ich habe erfahren, dass man uns keine große Hoffnung gibt: „das Datum auf Deutsch, das geht nicht und die deutsche Fahne auch nicht. Schicken Sie den Entwurf als fertiges Druckblatt. Ich lege es schnellstens den Kommissionsmitgliedern vor. Die Bewilligung dauert am Längsten. Den Druck würden wir dann doch bis Ende Februar 2019 schaffen.“

Ich habe die durch die Verfassung gewährten Rechte der nationalen Minderheiten nicht erwähnt, wohl um unsere schwache Position im Lande gewusst. Wir änderten den Entwurf entsprechend.       Das Datum 4. März 1919 und ursprünglich beabsichtigte 56 Kreuze wurden weggelassen und die Landesfarben angewandt: silber und rot für Böhmen, silber, rot und blau für Mähren und gold und schwarz für Schlesien. Der Entwurf wurde noch vor Weihnachten der Post geschickt.

Die Kommission „hat das Recht angewandt, ohne Grundangabe die Herausgabe dieser Briefmarke nicht zu empfehlen.“

Hier können Sie die diversen durchaus ansprechenden Entwürfe betrachten.

 

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP)

Österreich

Wien, am 7. Feber 2019

***

Unschuldige Opfer, unabhängig von Land, Kultur, Rasse, Religion und Ideologie, verdienen Respekt und Erinnerung. Wenn wir unsere eigenen Verbrechen nicht einmal in Form einer Briefmarke auch nach 100 Jahren eingestehen können und nur auf die Verbrechen anderer verweisen, ist dies ein Zeugnis unserer Ureife. Für ein Land, das Mitglied einer demokratischen Gemeinschaft in der EU ist, sollte dies selbstverständlich sein. Ein weiterer Beweis dafür, dass wir ein postkommunistisches Land sind, das den demoralisierten totalitären Ballast noch nicht losgeworden ist.

Zweifellos hätte die Mehrheit der Bevölkerung der Ausgabe dieser Briefmarke zugestimmt, wenn sie die Gelegenheit dazu hätte und über die Erreignisse vor 100 Jahren objektiv informiert worden wäre. Wer sind die Mitglieder der Tschechischen Postkommission, die sich so unverschämt entschieden haben? Ich fürchte, sie können sich nicht mit ihrer Vergangenheit oder ihren Vorfahren rühmen, oder sie gehören zu den Verantwortlichen, die niemanden aufrütteln und um ihr Wohlstand behalten zu wollen.

 
Jan Šinágl, 7.2.2019

* * *

99 Jahre Gedenken an den 4. März 1919

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 5.00 (1 Vote)
Share

Komentovat články mohou pouze registrovaní uživatelé; prosím, zaregistrujte se (v levém sloupci zcela dole)