Jan Šinágl angažovaný občan, nezávislý publicista

   

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„Komunismus znamená v pravém a úplném smyslu bludné učení, že nikdo nemá míti žádné jmění, nýbrž aby všechno bylo společné, a každý dostával jenom část zaslouženou a potřebnou k jeho výživě. – Bez všelijakých důkazů a výkladů vidí tedy hned na první pohled každý, že takové učení jest nanejvýš bláznovské, a že se mohlo jen vyrojiti z hlav několika pomatených lidí, kteří by vždy z člověka chtěli učiniti něco buď lepšího neb horšího, ale vždy něco jiného než je člověk.“

Karel Havlíček Borovský ve svém časopise „SLOVAN“ 26.7.1850


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Jan Šinágl,
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Einen Wendepunkt bedeutete wahrscheinlich der Besuch des rumänischen Staatschefs Ceausescu in Prag, des schärfsten Kritikers im Warschauer Pakt (der nun auch der Intervention ferngeblieben ist). Noch am letzten Freitag konnte man auf der Prager Burg Dubček und Ceausescu in langem ernstem Gespräch mit dem Sowjetbotschafter beobachten. Es war offensichtlich, das Ceaucescus Flirt mit den Prager Reformern mehr an den sowjetischen Nerven zerrte als Titos bedächtiges Auftreten eine Woche zuvor.

Der Rumäne gab sich nämlich nicht wie Tito als befreundeter Außenseiter, sondern er schlug als Mitglied des Warschauer Paktes kräftig in eine Kerbe, die man in Prag erst vorsichtig angeritzt hatte. Am 14. August, einen Tag vor dem Abflug nach Prag, stellte sich Ceaucescu vor die Absolventen seiner Kriegsakademie, beklagte sich über „falsche Praktiken“ im Verhältnis zwischen den verbündeten Ländern und verkündete zwei Prinzipien: Über die Armee eines sozialistischen Landes dürfe „die Befehlsgewalt nicht von außen ausgeübt werden“ und außerdem könne es „keine Rechtfertigung dafür geben, daß auf irgendeine Weise der Einsatz bewaffneter Streitkräfte zur Intervention in innere Angelegenheiten irgendeines Mitgliedlandes des Warschauer Vertrages zugelassen wird“.

Ceausescus Hoffnung in Prag, er könne Rumäniens splendid Isolation beenden und Dub-ček für ein ebenso forsches Auftreten gewinnen, erfüllte sich nicht. Der rumänische Staatschef sah sich in einer Lage, die der de Gaulles bei seinem Rumänienbesuch im Mai nicht unähnlich war. Obschon er den großen General sogar in Kleinigkeiten zu imitieren trachtete (von den Fähnchen am Heck der Präsidentenmaschine bis zum beliebten „Bad in der Menge“) mußte er bald erkennen, daß Dubček schon aus Gründen der machtpolitischen Geographie keinen Schritt näher an Bukarest heranrücken konnte, ebensowenig, wie Ceausescu. sich seinerseits hätte an Paris anschließen können. Man einigte sich im neuen rumänisch-tschechoslowakischen Beistandspakt verhältnismäßig leicht auf eine Formel, die den Warschauer Pakt auf den ausschließlichen Zweck einer Verteidigung gegen die NATO festlegt. Ceausescu betonte diese bei der Unterzeichnung auf der Prager Burg noch einmal, indem er an jener Stelle die Stimme hob und Dubček fest ins Auge blickte – aber für eine gemeinsame Initiative zur Reform der Kommandostruktur im Warschauer Pakt war die Prager Führung nicht zu erwärmen.

Wieviel ihr daran lag, das heiße Eisen fallenzulassen, demonstrierte sie gleich am Ankunftstag Ceausescus: In einer Erklärung seines Militärrates rückte das Verteidigungsministerium noch einmal von General Prchlik ab, der im Juli als offizieller Sprecher allzu offenherzig und kritisch über – wie es jetzt heißt – „geheimzuhaltende Fakten“ geplaudert hatte, darunter auch über die einseitig sowjetisch, geprägte Kommandostruktur im Pakt. Eben diesen Punkt erwähnte jedoch der Militärrat nicht, als er jetzt Prchlik falsche. Angaben ankreidete und feststellte, die Staatsführung habe stets volle Kenntnis über die Zahl der verbündeten Truppen auf tschechoslowakischem Territorium gehabt....

Am Fall des General Prchlik wurde die Verzahnung der außen- und innenpolitischen Nöte Dubčeks besonders sichtbar. Er stand einerseits unter dem Druck „konservativer“ Kräfte in der Partei, die den hitzigen, seit dem 26. Juli kaltgestellten General zum Vorwand nehmen wollten, um den gegenwärtigen Kurs im ganzen in Frage zu stellen. Zugleich aber mußte sich Dubček gegen jene „Progressiven“ zur Wehr setzen, die einem Regierungssprecher „Privatmeinung“ zubilligt und den General eben deshalb sogar in die höchsten Parteiämter lancieren wollten.

Es bildete sich ein etwas naives Verhältnis zur ungewohnten Demokratie, besonders zur Pressefreiheit, mit dem sich Dubček und sein Führungsteam auseinanderzusetzen hatten. Nicht nur, weil sie bei aller Liberalität die autoritäre Rolle der Partei im Staatsgefüge konservieren mußten, wenn die Katastrophe vermieden werden sollte, sondern auch, weil manche der frischgebackenen Demokraten ganz unbewußt in alte Gewohnheiten zurückfielen.

So wurde Parlamentspräsident Smrkovski letzte Woche mit einer Frage der nordböhmischen Parteizeitung Pruboj konfrontiert: Warum jenen Parlamentsabgeordneten, die als Minderheit gegen die Aufhebung der Zensur gestimmt hatten, nicht das Mandat abgesprochen worden sei. „Wir müssen doch Demokraten sein, nicht nur zu unseren Gunsten, sondern auch zugunsten anderer“, belehrte Smrkovski die erstaunten Genossen.

DIE ZEIT Archiv  Jahrgang 1968   Ausgabe: 34  Die Sprache der Bajonette

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Die Sprache der Bajonette | ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de › DIE ZEIT Archiv › Jahrgang 1968 › Ausgabe: 34

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Januar 1968: Staats- und Parteichef Antonín Novotný wird als Chef der KPC von ... General Prchlik verhindert Putsch der Anhänger Novotnys.

The Prague Spring 1968: A National Security Archive Documents Reader

P.S.

General Vaclav Prchlik war der einzige echte Soldat im Heer. Die anderen waren korrupt.

- 2.246 Soldaten wurden teilweise oder vollständig absetzt, zurückgezogen von Rängen oder durch Abnahme  von Ehren erniedrigt

- 921 Soldaten wurden von Zivil- oder Militärgerichten verurteilt

- 643 Soldaten wurden militarische Ordnen weggebracht

- 73 Soldaten waren in der NORBERT-Aktion in der Klasse N-2P, zugeteilt – KZ Lager waren bereit

- 9072 Reserve-Soldaten wurden als "N" bezeichnet (aus politischen Gründen ungeeignet)

- 24.243 Offiziere und Generäle

- 3.882 Offiziere wurden von der verwendbaren militarische Reserven ausgeschlossen

In der Nach am 21.August 1968 wurde etwa 140 Leute (gesamt ca. 400) durch Soldaten der sowjetischen Armee erschossen. Dazu etwa rund 1.000 verstümmelte Menschen durch Schüsse, die nach der Verformung durch Bürgesteig wirkten als Schüsse dum-dum, wo Körper-Stücke flogen dafon. Hunderte Menschen waren erschossen auf Grenzen bei der Flucht in den Westen... Insgesamt sollte das Land etwa 750.000 Menschen verlassen! Die fehlen uns bis heute als Träger von moralischen Werten. Es liegt in der Verantwortung des Staates weiterhin diese Oepfer zu ehren und für die noch lebenden Invaliden und Krüppel zu sorgen! Es ist nicht das Hauptthema der Medien, Historikern und Gesellschaft in diesem Jubiläumsjahr? Es beweist, dass die Tschechische Republik immer noch ein postkommunistisches Land mit einem entsprechenden moralischen Niveau ist.

 

Jan Šinágl, 23.6.2018

* * *

Čáslav 18.6.2018: Vernisáž výstavy k 50.výročí největšího zločinu v naší zemi - ignorovala média, politici, veřejnost nevěděla…?!

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